DRK Rettungswache Mössingen

Bereits 1960 wurde ein Sanka (Sanitätskraftwagen, VW Bus) in Mössingen stationiert. Zuerst im Wechsel mit Ofterdingen. Später übernahm die DRK-Gruppe Mössingen das Fahrzeug. Von der Gemeinde wurde der Telefondienst übernommen und das Fahrzeug konnte in einer Garage im (Alten) E-Werk am Fritzenrain untergestellt werden. Die Mössinger Bürger wussten, dass man im Notfall dort anrufen konnte. 

Die Anschaffung des ersten Rettungswagens 1973 wurde durch eine große Spende von Fabrikant Otto Merz, der Mössinger Bürger und Betriebe ermöglicht. Aufgrund des neuen Rettungsdienstgesetzes beschloss der Kreistag die Rettungswachen Mössingen, Rottenburg und Ergenzingen hauptamtlich rund um die Uhr zu besetzten.

Danach wurde die erste Rettungswache im „Haus Heinz“ Ecke Bahnhof-/ Karl-Jaggy-Straße eingerichtet. Über der Sattlerei wurden ein Dienstsraum mit Küche und Nachtdiensträumen angemietet. Der Wagen stand im Freien. Nach dem ersten Winter mit kaltem Auto und viel Schneeräumerei, konnte der Rettungswagen auf der gegenüber liegenden Seite (heute AWG) in einer Scheune der damaligen Firma Stuhl Gauger abgestellt werden.

Ein Jahr später überlies die Volksbank dem DRK eine Garage, die im Winter beheizt werden konnte. Diese stammte noch aus der Zeit, als dort das Autohaus Müller seinen Sitz hatte. Beim Einsatz musste die Kreuzung zwar überquert werden, was jedoch für ein warmes Auto in Kauf genommen wurde. Zwei Jahre später wurde von der Stadt Mössingen eine neue DRK-Rettungswache an das Feuerwehrhaus angebaut und im Oktober 1978 eingeweiht.

Ende der 80er Jahre wurde der Platz für den Rettungsdienst und DRK Ortsverein jedoch immer knapper. 1993 wurde deshalb eine Halle der Firma Föll in der Berggasse angemietet. Ein halbes Dutzend Spezialfahrzeuge mussten untergebracht werden.

Im November 1997 wurde durch eine großzügige Spende aus einem Nachlass und mit Unterstützung der Stadt ein Neubau der Rettungswache in Belsen möglich.

Nach 15 Monaten Bauzeit und 6000 ehrenamtlichen Stunden konnte die Rettungswache am 1. Mai 1999 vom Rettungsdienst bezogen und mit einem großen Wachenfest am 16. Mai den Mössinger Bürgern vorgestellt werden.

Bau der Rettungswache

Wir hatten zwar schon sehr lange auf dieses Vorhaben gespart, aber nur mit Sparen kommt eine so große Geldsumme, die für einen Neubau notwendig ist nicht zusammen. Nun hatten wir das Glück dass das Rote Kreuz in Mössingen bei einer Erbschaft bedacht wurde, und so kamen wir in die Diskussion wie könnte man nun doch etwas machen, dass bezahlbar und sinnvoll ist. Bei der Einweihung des neuen Bauhofes der Stadt Mössingen habe ich dann Herrn Bürgermeister Auer unsere Gedanken mitgeteilt, und nachgefragt, ob wir eventuell von der Stadt Mössingen einen Platz bekommen könnten. Herrn Auer fiel sichtlich ein Stein vom Herzen, da er dringend am Feuerwehrhaus in Mössingen Veränderungen vornehmen lassen musste, die recht aufwändig gewesen wären, und wenn das DRK dann aus dem Feuerwehrhaus auszieht, dies dann die Beste Lösung für beide Teile ist.

Nun hatte man sich zusammen gesetzt und nach Lösungen und Standorte gesucht, Viele Möglichkeiten wurden angedacht bis wir dann den jetzigen Standort als den Besten fanden auch unter dem Gesichtspunkt wie der Rettungswagen am besten in alle Richtungen wegkommt. Wir gingen dann daran den Platzbedarf zusammenzustellen, es sollte ja nicht nur eine Rettungswache werden sondern es sollte ja auch für die Bereitschaft und den Katastrophenschutz genügend Platz sein. 

Unser aktives Mitglied Stefan Hermann war zum damaligen Zeitpunkt in der Ausbildung zum Architekten und hatte beim Architekturbüro Würth in Ofterdingen ein Praktikum gemacht, so dass er die ersten Pläne und Entwürfe mit Herrn Würth für uns machen konnte, Herr Würth war mit dem Honorar sehr genügsam, dass wir uns auch einen Architekten leisten konnten. Im Februar 1998 fand dann der Spatenstich und am 14. Mai 1998 war dann bereits schon das Richtfest. Die Einweihung konnte dann 15 Monate später am 16.Mai 1999 gefeiert werden.